Montag, 30. September 2013

Schwäne Schwäne Schwäne



und andere vogelartige. Heute kam ich am Quartier der Spatzen vorbei. Sie sitzen in den Büschen nah bei den Häusern und Menschen. Nah bei den vielen Cafés haben sie sich eingerichtet, sie haben sich auf Kuchen spezialisiert. Am Landwehrkanal stieß ich auf eine kleine Gruppe Schwäne. Sie zirkelten sehr genau ihre Territorien ab.    
                                                                                                                                        Seit ich mich mit den Vögeln in der homöopathischen Forschung beschäftige, sehe und höre ich sie überall. Das ist mir lieber, als silberfarbene Mercedes, schwarze BMW oder blaue Twingos zu bemerken. Ich öffne die Balkontüre, da grüßen mich die Krähen von gegenüber, ein paar Tauben fliegen schwerfällig vorbei, einige Schwalben drehen ihre Runden.Wenn ich Glück habe, werde ich bald die ewigen Nomaden, die Kraniche,  vorbeiziehen sehen, ihr ständiges Schwätzen verrät ihre Position. Wo ich gehe, da finde ich ihre Federn, Teile ihrer Schwingen, oder ihrer Oberbekleidung, manchesmal Flaum ihres Unterkleides. Sie haben Einzug gehalten in meiner Praxis. Eulenaugen schauen mich an, ein papierener Papagei hält seine Stellung auf einer Vase.  
                                                                                               Ich verstehe ein klein wenig mehr über die Kommunikationssysteme der Erde. Die Zugvögel tragen Informationen über viele tausende Kilometer und morsen sie ins Energiefeld der Naturräume. Ein unsichtbares Verbindungsnetz ist um die Erde gespannt, die Vögel speisen ihre Songs ein und ein fortwährender Sound von Tönen läßt ein Weltenlied erklingen. Wenn wir nur unsere Ohren spitzen würden, könnten wir es vielleicht hören, nicht nur das vordergründige Tschilpen der Spatzen. Gruppen von ihnen in bestimmten Arealen sind wie Radiostationen, fortwährend beschallen sie ihre Umgebung mit den neusten Nachrichten oder dem Hit der Saison.                          Vielleicht denken manche an dieser Stelle, daß ich verrückt sein muß, wenn ich so etwas schreibe, daß ich mindestens einen Vogel haben muß. Wenn es der Sache dient, habe ich gerne viele.                                                                                   Ich erinnere mich gerne an Spaziergänge fern von jeder menschlichen Geräuschkulisse. Sobald die überreizten Hörorgane herunter gefahren sind,  fängt die Natur zu tönen an. Die Bäume, die Gräser, die Grillen, die Bienen, die Vögel, die Gewässer, sie alle knarzen, schwirren, sirren, summen, piepen, klingen fortwährend. Diesen Supersound meine ich, wenn ich vom Welten-Naturlied schreibe. Die Vögel, so mein Eindruck, sind die Lautsprecher der Erde. Sie können spezielle Töne erzeugen, die sich je nach dem Umfeld ändern.
 Eine Frau erzählte mir, daß die Elster auf ihrem Hof original die quietschende Kellertüre imitierte. Sie war ganz irritiert, weil sie glaubte, sie geschlossen zu haben. Der Vogel saß auf dem Baum, schaute sie mit einem zur Seite geneigten Kopf an und quietschte dabei.                                          Auch auf diese Weise wird das morphogenetische Feld ständig mit neuen Informationen gespickt. Und ebenso können diese Nachrichten von Tier und Mensch abgerufen werden. Dies ist jetzt eine Werbung für handylose Informationsübertragung, das sollten jetzt alle überlesen, die ihr Handy nie ausschalten können.                Die Konsequenz ist: wenn wir uns einschalten können und den Supersound der Erde ablauschen, sind wir immer auf dem Laufenden, am Puls der Zeit mit dem Ohr an Mutter Erde. Allerdings nur, wenn wir immer wieder einmal einen Medien-freien Tag einrichten, in die "ohrenbetäubende" Stille der Natur eintauchen und auf einem Kissen sitzend oder spazierend, nicht nur leer werden vom Überfluß der Reize, sondern erfüllt werden von der Musik des Lebens.
Vielleicht wird es uns auch möglich, aus der Stille ein Gedicht herunter zu laden, welches z.B. die Ahnung oder Gewißheit über den nahenden Tod kündet, wie es Clemens Brentano (1778 - 1842) mit dem "Schwanenlied" gelungen ist.

Freitag, 20. September 2013

Augen - Blicke

Berlin-Kreuzberg
Menzenschwand im Schwarzwald
Gleich, wo wir uns aufhalten, in der Stadt oder auf dem Land, Augenweiden gibt es überall. Wir können sie  wahrnehmen.                                                   Wir können auch mit offenen Augen nichts sehen.   Wir können sehen und sehen die Oberflächen. Sehen durch die Menschen hindurch. Hasten durch die Straßen, rasen über die Straßen.                          Oder wir nehmen uns Zeit und sehen hin. Wir sehen das Schöne und das Häßliche. Wir lassen zu, das es uns berührt. Es berührt unsere Regenbogenhaut und unser Herz. Wir schauen. Das ist Tiefsehen, wie Tieftauchen.
Es macht auch einen Unterschied, ob wir mit dem Verstand sehen oder mit dem Herzen. Analytisch oder Holistisch, Kritisch oder Empathisch, Funktionistisch oder Sinngebend. Sind alles nur Dinge?: eine Betonwand, ein Strauch, ein Wasserfall, eine Kuh?   Ich schaue mit lebendigen Sinnen und alles um mich herum ist lebendig, die Moleküle tanzen. Alles ist von Kraft und Leben erfüllt, selbst die Betonwand, letztere allerdings in Starre gezwungen.                              Aus meinen Augen schaue ich, wie aus Fenstern. Augen sind die Fenster der Seele, sagt man. Wenn ich Tiefseh - Tauche sieht meine Seele mit. Hat Teilhabe am Geschauten. Schwingt mit.                            Seelenvoll können die Augen auch sein. Wir schauen uns in die Augen und ein Feuer entzündet sich: Freude, Symphathie, Freundschaft, Liebe. Und das Gegenteil auch, ich schreib's nicht auf, es muss nicht Aufmerksamkeit bekommen, nicht jetzt.                  Oft können wir in den Augen lesen: Ist das eine alte Seele oder eine junge Seele. Manche Kinderaugen schauen, als hätte sie schon viel erlebt und gesehen.  

Ich liebe es zu schauen und beobachte: die Färbungen des Himmels, die Ausdrucksformen der Blumen, die Eleganz der Vögel beim Flug, die Bewegungen der Kinder im Spiel, die Energie der Menschen beim Tanz. Ich nenne es Augenschmausen. Es nährt mich und meine Seele. Es macht mich glücklich. 




Montag, 2. September 2013

Hilma af Klint

Ich bin sehr beeindruckt von der schwedischen Künstlerin Hilma af Klint. In der letzten Woche habe ich im "Hamburger Bahnhof" die Ausstellung ihrer Werke besucht. Bereits im Vorfeld kaufte ich mir den Ausstellungs-Katalog und entdeckte eine Serie Bilder, die mit "Der Schwan" betitelt waren und in denen sie diese Thematik von anfänglich figürlicher Darstellung in transformatorischen Prozessen abstrakt abhandelt. Zu entdecken, daß eine Frau hundert Jahre zuvor die Schwanenkraft erforscht hat und mit darstellerischen Mitteln ausgedrückt hat, was wir erst vor wenigen Wochen in der Schwanenfeder-Forschung erfuhren, erfühlten, erlebten, löste in mir Verblüffung und Begeisterung aus. Nach meiner (unvollkommenen) Wahrnehmung ist sie zu einem frappierend ähnlichen Ergebnis gekommen.


Hilma af Klint, in Stockholm 1862 geboren, lebte und arbeitete als Malerin bis 1944. Ihre Bilder empfing sie medial und geführt von einer zielgerichteten Kraft übersetzte sie die Botschaften auf Leinwand. Später gewann sie durch die Beschäftigung mit der Theosophie und der Anthroposophie Bestätigung ihrer inneren Wahrnehmungen. 
Die Kunstgeschichte muß nun neu geschrieben werden, nicht nur ist sie eine geniale Künstlerin in einer Zeit, in der Frauen selten die Möglichkeiten bekamen ein unabhängiges und schöpferisches Leben zu führen, sie ist die erste Malerin, die  abstrakte Werke schuf und damit eine Pionierin in der Zeit des beginnenden letzten Jahrhunderts.



Die Ausstellung ist noch bis Mitte Oktober in Berlin zu sehen und wandert dann weiter nach Paris. Ein außergewöhnliches Erlebnis bieten die Bilder dieser Visionärin,  ich empfehle Euch einen Besuch. 
Die Bloggerin im Cafè von Sarah Wiener neben dem "Hamburger Bahnhof"

Mittwoch, 7. August 2013

Schwanengesang

 Ich hoffe nicht, denn der Schwanengesang ist ein Abgesang, wenn etwas zu Ende geht. Und ich wünsche mir, das der schöne Sommer noch ein Weilchen so leicht und duftig bleibt.

Meine Reise in diesem Sommer führte mich auch nach München-Pullach zur Burg Schwaneck. Dort fand ein Schwanenfeder - Forschungs-Seminar statt. Ein intensives Wochenende mit der Schwanenkraft, die uns an die Todesthematik heranführte.Der Schwan repräsentiert ein Schicksalsprinzip, welches langbestehende Prozesse beendet. Karmische Auswirkungen kommen zu einem Abschluß. Wie ein Schwert, gerammt in Fels beendet das Schwanenprinzip eine Zeitepoche. Der Tod als Ende rückt heran, zeigt sich in unwiederruflicher Präsenz. Der schöne Schein, alles Oberflächliche und Unechte wird abgestriffen. Es bleibt das Wahre, Echte übrig. Danach ist nichts mehr so, wie es vorher war.

Eine neue Zeitqualität beginnt. Und es gibt kein Zurück. Derjenige, der dieses Schicksal durchschreitet, wirkt exemplarisch. Hier wird die Persönlichkeit von einem überpersönlich-wirkenden Prinzip getroffen und zu einem Symbol erhoben. Wird durch den (oft frühen) Tod zum Symbolträger einer Zeit und repräsentiert eine Botschaft. Jesus von Nazareth, John Lennon, die "Schwäninnen": Romy Schneider, Marilyn Monroe, Diana, Prinzessin von Wales und auch vorher Unbekannte, die durch ihren Tod die Zeit wie angehalten haben. Die Welt dreht sich nach diesem Ereignis anders weiter.                                                      In königlicher Würde und Eleganz schwimmt der Schwan vorbei und erinnert an die wahren Werte und Tugenden: Liebe, Schönheit, Frieden, Wissen, Weisheit, Wahrheit.


Als Arznei kann uns der Schwan möglicherweise helfen den Tod zu akzeptieren, als Durchtrittspunkt in ein verändertes Sein. So besonders, wenn durch  Beendigung einer Beziehung durch Trennung oder Tod unbewältigende Trauer zurückgeblieben ist. 

Die Schwanenkraft unterstützt uns wahrscheinlich auch darin "einen guten Abgang" zu machen. Wenn uns schwant, das es zu Ende geht, sei es ein Lebensabschnitt, eine Beziehung, die berufliche Laufbahn oder gar das jetzige Leben, hilft er uns den Schwanengesang anzustimmen - eine Hymne, ein Lied, ein Gedicht, einen Brief, eine Rede, ein letztes Wort zu formulieren.

Der Schwan, der sich als Symbol für das höhere Menschsein zeigt,  setzt den Kontrapunkt und die Schönheit des Todes wird sichtbar. Der Tod ist nicht Ende von Allem, sondern öffnet Räume in andere Dimensionen. Und wie eine Teilnehmerin am Ende des Seminars ausdrückte: "Sie kann nur staunen."

Freitag, 2. August 2013

Eindrücke vom Sommer








Ja, bald schreib' ich auch am Blog weiter. Träume noch und lass' die Erlebnisse wirken. 
Ich hoff', Ihr seid gesund und freut Euch des Lebens. Bis demnächst!

Sonntag, 9. Juni 2013

Sommer-Kurse im Schwarzwald

*******  NOTFALL - SEMINAR *******  MILCH - ARZNEIEN - WOCHENENDE ******* KUHMILCH - C4 - FORSCHUNG ******* VOGEL - BAUM - ABENDE ******* REISE ZUM INNEREN KIND - SEMINAR ******* 
      Einfach AKTUELLES anklicken! Dort sind alle Info ausführlich zu lesen! WILLKOMMEN!!

Samstag, 8. Juni 2013

Gedanken über den Löwenzahn


Heute möchte ich mich bei dem Löwenzahn bedanken. Er begleitet mich nun schon in jedem meiner Erdenjahre. Unververwüstlich schaut er jedes Frühjahr mit seinem gelben Kopf aus der Erde hervor und überflutet die Wiesen mit seinem Leuchten. Als Kind liebte ich ihn und mir scheint, er liebt auch jedes Kind. Kränze wurden geflochten, sein Milchsaft klebte an den Fingern. Für mich repräsentiert er Löwenmut und Sonnenkraft. Als Heilmittel wirkt er auf das Sonnengeflechts - Chakra, die Verspannungen lösen sich, die Galleflüssigkeit fließt wieder, die Leber kommt ihrer Aufgabe der Entgiftung nach. Als Frühjahrs-Kur mit jungen frischen Blättern ist er unschlagbar. Lebenskraft sprudelt, Lebenslust wird erfahrbar. Mit seinem bitteren Geschmack vertreibt er alle Bitternis aus den Zellen. Lachen wird möglich.
In dem Buch von Thich Nhat Hanh "Ich pflanze ein Lächeln" steht ein kleines Gedicht von einer unbekannten Autorin:               "Ich habe mein Lächeln verloren,
                                aber keine Sorge. 
                               Der Löwenzahn hat es. "

Besser ist es nicht auszudrücken. Einfach wunderbar. Wie wunderbar einfach die Dinge sind, wenn wir zulassen, mit Kinderaugen in die Welt zu schauen. Wir erblicken eine Löwenzahnblüte und entdecken, das er unser verlorenes Lächeln aufbewahrt hat. Nun können wir es uns wieder zurückholen.

Noch weiteres lehrt uns diese wundersame Pflanze. Kaum haben wir uns an seinem kraftspendenen Anblick erquickt  und unsere Säfte durch einen Löwenzahnsalat in Bewegung gebracht, macht er eine Verwandlung durch und erstaunt uns durch sein neues, diesmal filigranes Antlitz. Hat uns seine Robustheit überzeugt, zeigt er uns nun die Zartheit seiner Seele. Kleine weiße Schirmchen fliegen im Wind davon. 

Beweglichkeit, Wandlung, Veränderung, das ist seine Signatur. Er hält nicht fest an seiner Form. Hier kann er uns zeigen, wie es geht uns im Leben zu verwandeln und Altes hinter uns zu lassen.
Das Leben ist sicher in seiner Kraft. Die kräftige Pfahlwurzel ist kaum aus der Erde zu reissen, so gut ist er verankert im Erdendasein. Seine Fruchtschirmchen machen weite Luftreisen, sie sind Synonym für die Heiterkeit des Daseins. 
Heute sage ich dem Löwenzahn Dank, das er mich daran erinnert, dass Standfestigkeit mit Loslassen vereinbar ist.






Montag, 27. Mai 2013

Häutungen

Ich sprach mit einer Jugendlichen. Sie fragt sich, wer sie ist. Sie sucht Puzzleteile zusammen, um ein Bild von sich zu bekommen. 

Ein Kind kam in meine Praxis. Es bestand darauf seine Gummistiefel anzubehalten. 
Ein Mann, der mir aus seinem Leben erzählte, benannte die Wesenszüge, die ihn ausmachen.
Eine Frau in den Wechseljahren kleidet sich alle paar Monate neu ein. Es ist ihr Weg ihre Veränderungen zu dokumentieren.
Ich stelle mir vor, mein So-Sein abzustreifen, wie eine Schlange ihre Haut.


Kinder sind dünnhäutig. Es ist gut, sie warm einzuhüllen und ihre Zartheit zu beschützen, bis eine Haut gewachsen ist, die kraftvoll genug ist das Grobe in der Welt abzuwehren.

Jugendliche uniformieren sich gern. Das ist nicht schlimm, so lange keine Identifizierung mit dem Unimono stattfindet. Solange bis das Individuelle sich geformt hat und herauskommt, wie eine Blüte aus einer Kapsel.

Männer legen sich gerne eine Panzerhaut zu. Sie sind unverwundbar und kämpfen täglich in einer einsamen Schlacht. Manchmal hilft nur eine Operation das Herz freizulegen.
Frauen tragen ihre Haut zu Markte. Je straffer, um so besser. So bleibt die Traurigkeit drinnen.

In den Wechseljahren häuten sich Männer und Frauen. 

Alle Häute, die im Laufe des Lebens angelegt wurden, werden wieder abgelegt. Haut für Haut.
Erst wird die Haut groß und weit und wellt sich. Es werden alle Sorgen und Ängste und Traurigkeiten sichtbar. Dadurch wird der Mensch sympatisch. Vor allem, wenn er mal lächelt und die Häute sich zusammenschieben.
Die alten Masken fallen ab, die Häute schrumpfen, die Wahrheit kommt ans Licht. Das tut gut.
 

 Man nennt es den Alterungsprozess. Dies ist etwas ganz und gar wunderbares, weil nun der Kern des Menschen hervorkommt. Oder anders ausgedrückt: die Häute wie bei einer Zwiebel abgelöst werden und der Hohlraum, über den sich die Häute gestülpt haben, näher rückt.       Das ist eine Leere, die, wenn man ihr zuhört, tönt.      Aus der Leere tönt das Lebenslied.         Es ist ein Liebeslied und besingt das Leben als Mensch auf der Erde. Darum geht es .                 Es ist ein wesenhaftes Lied.             

Manche beginnen im Alter zu malen oder zu komponieren, bestellen den Garten, züchten Rosen oder Pferde oder spielen mit den Enkeln. Darauf läuft alles heraus.
Nichts kompliziertes. Ein reiner klarer Ton. Dieses Sein läßt sich nicht abstreifen. Es ist. Nur die Vorstellungen und Pläne und Wünsche verabschieden sich, wenn alles gut geht. Bis auf die allerletzte Haut, die das Sein umhüllt. Sie geht mit dem letzten Atemzug.

Dienstag, 21. Mai 2013

Stimmungen




Der Himmel hat mich umgestimmt

eben noch verstimmt

wurde ich angerührt wie ein Instrument

und bin gestimmt, fühle mich stimmig, stimme überein mit der Bläue, dem Schwung der Wolken und dem Licht 

bin stimmungsvoll, in Stimmung dir zu sagen, das es nun stimmt, wie es ist.


Gestern noch schlug es mir auf die Stimmung, das Sein, 

konnte nicht reden, es veschlug mir die Sprache, hatte sie verloren: die Stimme,  stimmlos,

wollte nicht dafür und  nicht dagegen sein, es ergab sich, das wir nicht abstimmten

und alles blieb unstimmig.


Doch jetzt, wo das Stimmungsbarometer gestiegen

und ich wie durch eine Stimmgabel gestimmt wurde

durch den Himmel und seine im Wind gewirbelten Wolken

erhebe ich meine Stimme und singe

 



P.S  Nicht wahr, das ist sie doch vor allem: die Homöopathie, sie ist eine Umstimmungs-Therapie. Berührt von einer Arzneifrequenz, verwirbelt und durchgeschüttelt von einer passenden Potenz werden wir umgekrempelt, umgestülpt, umgestimmt und direkt in unsere Mitte hineinkatapultiert und dort verankert. Von dort aus schwingen wir wieder kongruent mit dem Leben mit. Das ist wie mitten im Fluß schwimmen: kraftvoll eingetaucht sein im lebendigen Wasser und ungehindert den Stromschnellen folgen.

Donnerstag, 18. April 2013

Neue Grundausbildung in Homöopathie

84 STUNDEN HOMÖOPATHIE!  An intensivem Studium der Homöopathie innerhalb einer kleinen konstanten Gruppe teilnehmen! Ab September 2013 biete ich eine neue Ausbildung an. Ausführliche Info ist unter  AKTUELLES  zu finden!

Samstag, 13. April 2013

Kreisläufe

Seit vielen Jahren mache ich die Erfahrung, daß die Menschen immer weniger wissen, wie sie sich bei akuten Erkrankungen verhalten sollen. Oft wissen sie nicht mehr, was das Wort Bettruhe bedeutet. Wenn der Körper sie nicht mit aller Macht zwingt, sich zu legen, zu schlafen oder auszuruhen, tun sie alles alltägliche weiter. Sie rappeln sich hoch, treiben sich an und voran, betäuben mit künstlichen Mitteln den Schmerz, sprayen die Nasenschleimhäute ab, unterdrücken den Husten und machen immer weiter. Auch die Kinder dürfen nicht mehr krank sein. Sie müssen immer funktionieren und wie Erwachsene im Trott des Alltags nicht zurückbleiben.                                                                    Zu Tonnen werden Anti-Bio-Mittel verabreicht. Es sind Mittel, die das Leben killen. Ruft nicht jedes Anti eine Gegenkraft hervor. Welche Gegenkraft wird hervorgerufen, wenn ich mich gegen die Krankheit wende, wenn ich gegen sie vorgehe. Vielleicht merke ich es nicht sofort, doch folgt oft nach der Antibiotika-Behandlung eine Pilzinfektion, nach einer schnell unterdrückten Symtomatik entwickelt sich ein neues Krankheitsgeschehen.
Für mich ist eine Krankheit ein Gast, der an meiner Tür  klingelt.
  Ich horche auf, gehe zur Tür und öffne. Vor mir steht ein mir nicht ganz Unbekannter. Vielleicht weiß ich seinen Namen nicht, aber irgendwie ist er mir vertraut. Ich frage nach seinem Anliegen. So komme ich ins Gespräch. Ja natürlich gibt es Anteile in mir, die den ungebetenen Besucher abwimmeln wollen. Ich möchte mich gar nicht mit dem Thema befassen, mit dem er daherkommt.Wenn ich aber merke, das die Thematik dringlich ist, lasse ich ihn eintreten.                                                                         Und nun beginnt ein Dialog, der in einen Prozess mündet, der ein Krankheitsprozess ist. Er währt solange, wie der Gast  (um im Bild zu bleiben) an Zeit benötigt, mir sein Anliegen vollständig zu erläutern und ich bereit bin ihm wirklich zuzuhören, die Botschaft verstehe und  sie als Neuerung in meinem System akzeptiere und damit auch die Veränderung, die sie in mir einläutet. Der Besuch endet, indem der Gast meine Wohnung wieder verläßt und ich um eine wesentliche Information reicher bin als zuvor. Sie dient mir in meinem Leben als gelebte Erfahrung.                                                   
                                              Ganz klar geschieht das eben beschriebene unbewußt, geschähe es bewußt, wäre ich mir auch über den Sinn und die Botschaft der Krankheit im Klaren und bräuchte somit die Krankheit nicht.

          Wenn ich aber den Gast eintreten lasse ( ich bin krank geworden), wirtschafte allerdings die ganze Zeit weiter, wie sonst auch, sitzt mein Gast unbeachtet herum. Das ist nicht nur unhöflich, es ist auch verschwendete Zeit. Das was mir an Gewinn durch die Krankheit zukommen möchte, kann mich nicht erreichen, im Gegenteil, ich habe außerdem meine Kräfte gegen mich verwendet und damit wichtige Ressourcen verschleudert.

Die meiste Zeit des Lebens verbringen wir so, als säßen wir in einer Rakete, die uns in unablässigem Tempo auf rasender, gerader Bahn ins Unendliche katapultiert.
Wir vergessen, das sich das Leben auf einer Kreisbahn befindet. Der Tag beginnt am Morgen, steigert sich in den Tag, der Nachmittag neigt sich dem Abend zu und verschwindet in der Nacht. Am nächsten Tag beginnt alles wieder und doch neu. Die Nacht ist zum verdauen, verarbeiten, ruhen, erholen, innenlauschen, träumen und wachsen da. Gelingt es, erwachen wir erfrischt.
Die uns ereilende akute Krankheit holt eine oder viele vergessene Nachtruhen oder einen versäumten Winterschlaf nach. Es ist ein Abtauchen aus dem Außen ins Innen. Krankheit überwältigt uns, wenn wir vergessen haben, daß ein Projekt an sein Ende gekommen ist und die Kräfte sich nun sich wie im Winterzustand zurückziehen müssen, um sich davon zu lösen und ein neues Projekt der Zukunft zu träumen.    
                                                                    In der Kindheit werden durch Krankheit die Erblasten der Ahnen verarbeitet, werden  Informationen aus den kollektiven Erfahrungen der Menschheit geholt, wird  das Seele-Geist-Körper-Gefüge optimiert und so auf das Menschenleben vorbereitet

Zum Schuß möchte ich noch sagen, was ich meine, wenn ich Bettruhe sage:
Kein Handy, kein Laptop, kein Fernsehen, keine Drogen....
Dafür Stille, Wärmefreundliche Besucher, die spüren, was gebraucht wird, heisse Getränke, federleichte einfache Kost, unterstützende Heilbehandlungen, liebevolles sich selbst bemuttern, sich selbst annehmen und in den Arm nehmen. Die Gedanken und Gefühle, die auftauchen, ehren und die Ergebnisse der Veränderung aufschreiben oder aufmalen. Sich genügend Zeit zum gesund werden geben, in dieser Zeit tun, was schon lange aufgeschoben wurde.






Montag, 8. April 2013

Bäume in der Stadt

 
im Park Schloß Charlottenburg Mai 2012


Heute muss ich mir etwas von der Seele reden: kaum gibt es ein paar Sonnenstrahlen, kündigen sich die Baumpfleger an. Bereits im vorigen Jahr haben sie in der Straße die Bäume beschnitten und nun kommen sie wieder. Sie gingen nicht zimperlich zu Werke, die Bäume in meinem "Kiez" waren unvorstellbar grausam verstümmelt, regelrecht zuschanden gesägt. Mir tat das Herz weh und wenn ich daran denke, dass es in dieser Woche wieder passiert, bekomme ich Bauchschmerzen.
Es ist die Zeit, in der die Vögel ihre Nester bauen und beginnen zu brüten. Es gibt keine Rücksicht.
Auch der Bund für Umwelt u. Naturschutz beklagt das rigerose Vorgehen gegen Bäume und Vögel in der Stadt. Wenn Bäume gefällt wurden, werden sie nicht ersetzt, es hat dazu geführt, das viele tausend Bäume im Stadtbild fehlen. Berlin ist die Stadt mit der grünen Lunge gewesen. Diese droht verloren zu gehen.                                        

Der Flair, die Leichtigkeit und Heiterkeit in der Stadt ist dem weiblichen Element des Wassers zu verdanken, welches hier durch  Kanäle und Seen strömt und den Bäumen, die das Wasser säumen und die Straßen in lebendige Orte verwandeln. 
als der Baum noch vor meinem Fenster stand

Als ich im letzten Jahr versuchte Spenden zu sammeln, um den gefällten Baum vor unserem Haus zu ersetzen, wurde ich von einigen Mietern verständnislos angeschaut, ihnen war es egal, ob ein Baum in der Straße steht oder nicht.
 
fast ein Jahr später

Ich weiß, es gibt viele, die sehr engagiert sind und Bäume in den Straßen pflanzen. Ich wünsche mir noch mehr Bewußtsein über unsere existenziell notwendige Mitwelt, die das gleiche Recht auf Lebensraum hat, wie wir Menschen, die wir ständig mehr für uns beanspruchen.
Laßt uns alle schneller aufwachen!

Nachtrag am 15.April: Vielleicht glaubt ihr mir nicht, aber in meinem Teil der Straße wurden die Bäume von den Baumpflegern verschont. Heute wurden die Schilder abgeräumt. Als ich mich in der letzten Woche so hilflos fühlte, sprach ich ein Gebet und bat um Segen für die Bäume. Ich bin sehr verblüfft, aber das Ergebnis seht ihr hier:
die geschonten Bäume



und der Himmel über der Stadt